Vom Punker zum Chansonier

Der „Godfather of Punk“, Iggy Pop, ist immer für eine Überraschung gut. Iggy singt auf seinem neuen Album “Après”, französische Chansons. Unter anderem: La Vie en Rose, Et si tu n’existais pas, La Javanaise, Les Passantes und Syracuse. Das Ganze hat er kombiniert mit Songs wie Michelle von den Beatles, Only The Lonely von Roy Orbison und einigen amerikanischen Klassikern.
Ich habe ins Album reingehört, und es ist auf jeden Fall vollkommen anders, als alles, was man bisher von ihm kennt. Die ersten Kritiken gehen von „Gewagtes Experiment “, bis zu ironischen Kommentaren wie: „Klingt wie Helge Schneider auf französisch“. Die echten Punker werden mit dem Album wenig anfangen können. Nichts desto trotz, hat jeder Musiker die Freiheit, sich aus seiner Sicht weiterzuentwickeln.                                            Iggy Pop ist und bleibt eine „coole Socke“, wie auch im Video zu sehen ist.

Veröffentlicht unter Musik | 1 Kommentar

Happy Birthday David Byrne

Am 14. Mai 2012, wird David Byrne 60 Jahre alt. Byrne gründete 1975 die New-Yorker New Wave Band, The Talking Heads. Als Kopf der Band, gelang es ihm sehr schnell , die Talking Heads zu einer der angesagtesten Bands der späten siebziger und frühen achtziger Jahre zu machen. Byrne hat es geschafft, anspruchsvolle und zum Teil ironische Texte, musikalisch so zu verpacken, dass man auch zur Musik der Talking Heads tanzen konnte. Die Medien überboten sich seinerzeit mit Superlativen. Da war die Rede von der progressivsten amerikanischsten Rockband, bis hin zur innovativsten und  intellektuell interessantesten Band der Geschichte.
Ich habe mir im Kino ihren Konzertfilm Stop Making Sense angesehen, und war begeistert. Vor allem die Szene, in der David Byrne, bekleidet mit einem etwas
zu großen Anzug, allein auf die Bühne kommt, und den Song, Psycho Killer, unplugged spielt.
Nachdem 1991 die Band aufgelöst wurde, machte das Multitalent David Byrne weiter als Solokünstler, Produzent, Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Photograph. Zudem schreibt er Filmmusik und Kolumnen für die New York Times. 2011 wurde er Mitglied der Wettbewerbsjury der Internationalen Filmfestspiele von Venedig.

Veröffentlicht unter Musik | Hinterlasse einen Kommentar

Keith Moon lebt!

Das Management von The Who war sehr überrascht, als sie vom Organisations-
Komitee der Olympischen Spiele in London, eine Einladung, für den bereits 1978 verstorbenen Schlagzeuger Keith Moon, erhielt. Er sollte im Rahmen der Olympia Eröffnungsfeier auftreten. Das Management antwortete mit einer E- Mail:                   “Naja, eigentlich wohnt er derzeit im Golders Green Krematorium, indem er auch die letzten 34 Jahre verbracht hat. Aber wenn wir vielleicht, mit Hilfe eines runden Tisches, Kerzen und ein paar Gläser, eine Séance abhalten, können wir ihn selbst mal fragen“.
Manchen Dingen kann man nur mit englischem Humor begegnen!

Veröffentlicht unter Musik | Hinterlasse einen Kommentar

Bob Marley im Kino

Am 17. Mai 2012 startet in den deutschen Kinos die Dokumentation Marley. Der Film über Bob Marley soll den Menschen hinter der Legende beschreiben. Bob Marley, der nur 36 Jahre alt geworden ist, starb am 11. Mai 1981 an einer Krebserkrankung.


Die viel gelobte Dokumentation stammt von “Last King Of Scotland” Regisseur Kevin Macdonald. Entgegen aller bisher erschienen Dokus, hat sich dieses mal Bob Marleys Familie bereit erklärt, am Film mitzuarbeiten. Sie hat ihr privates Bild- und Filmarchiv  zur Verfügung gestellt.
Kevin Macdonald hat insgesamt 90 Leute aus Marleys Vergangenheit interviewt. Von den Großen des Reggae, wie Jimmy Cliff, bis hin zu der Krankenschwester, die sich in seinen letzten Tagen, im Krankenhaus Rottach-Egern am Tegernsee, um ihn gekümmert hat.   Das Ergebnis ist ein intimes Portrait, über einen der talentiertesten, besessensten und schwierigsten Künstler. Macdonald sagt: „Ich bin der Meinung, dass man auch die Schattenseiten zeigen Muss. Ich wollte wissen, wer sich hinter den Postern und der Legende verbirgt”. Bob Marley ist auch mehr als 31 Jahre nach seinem Tod ein Superstar.
Der Film ist ein „Muss“ für jeden Bob Marley Fan!

Veröffentlicht unter Musik | 1 Kommentar

(I Can’t Get No) Satisfaction

Im Mai 1965 ist dieser Song, im wahrsten Sinne des Wortes, im Schlaf entstanden. Keith Richards hatte neben seinem Bett ein kleines Aufnahmegerät stehen, mit dem er seine Ideen festhielt. An diesem Abend hat er im Halbschlaf auf der Gitarre improvisiert, und ist währenddessen eingeschlafen. Am nächsten Morgen merkte er, dass sein Aufnahmegerät an war. Er spulte es zurück, und hörte die Grundidee zu Satisfaction.  Der Rest des Bandes war voll, mit 40 Minuten schnarchendem Keith. Er spielte Mick Jagger seine Song-Idee vor, und der wiederum schrieb spontan einen Text dazu. Keith wollte, das der inzwischen weltberühmte Riff, ein Bläsersatz sein sollte. Um den Bläsersound zu imitieren, setzte er einen Verzerrer für die Probeaufnahmen ein. Mit dem Ziel, bei der End- fassung den Bläsersatz einzubauen. Die Stones befanden sich auf einer USA Tournee, als sie plötzlich im Radio ihren Song Satisfaction, als „Hit der Woche“, hörten. Ihr Manager, Andrew Oldham, hatte ohne ihr Wissen, die Rohfassung veröffentlicht. Keith war anfangs darüber verärgert. Das legte sich aber sehr schnell, als die Single, zehn Tage später, auf Platz eins stand. Keith schrieb in seiner Biographie: „Satisfaction hat die Rolling Stones in den Rock-Olymp katapultiert“.
Das unverwechselbare Gitarren-Intro gehört inzwischen zu den bekanntesten Rock-Riffs überhaupt. Das Newsweek Magazin schrieb: „5 Noten, die die Welt  erschütterten“. Das Rolling Stone Music Magazin führt Satisfaction auf Platz 2 der 500 Greatest Songs of all Time.

Der Song beschreibt das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Man kann es heute nicht mehr nachvollziehen, aber Mitte der 60iger Jahre, war ein Wort wie „Satisfaction“ absolut verpönt, weil es Anlass zu Spekulationen und sexuellen Assoziationen gab. Dabei handelt der Text nur, von den alltäglichen Frustrationen, die ein Jugendlicher damals empfand.
Die Reaktionen auf die Textzeile:“ I cant’t get no satisfaction“ spiegelt im Grunde nur die damals herrschende Prüderie der 60iger Jahre wieder.                                                            Das der Song, 25 Jahre später, für einen Schokoriegel-Werbespot eingesetzt wird, hätte damals auch keiner geglaubt.
In einem Punkt ist Mick Jagger übrigens inkonsequent: “Ich möchte lieber tot  sein, als mit 45 noch Satisfaction zu singen”, behauptete er damals. Im Juli wird er 69 Jahre alt, und singt Satisfaction noch immer.  In diesem Jahr feiern die Rolling Stones ihr 50jähriges Bestehen, und ich hoffe, dass Mick den Song noch lange singen wird.

Veröffentlicht unter Musik | Hinterlasse einen Kommentar

Iggy Pop wird 65

Kaum zu glauben! Der „Godfather of Punk“, Iggy Pop, wird am 21. April 2012, 65 Jahre alt! Iggy, der mit bürgerlichen Namen James Newell Osterberg heißt, bestreitet seine Auftritte vorzugsweise mit freiem Oberkörper. Aus den Anfangstagen, mit seiner 1967 gegründeten Band The Stooges , hat er sich  seine exaltierte und exzessive Bühnenpräsenz, bis heute erhalten. Die Presse schrieb zu den Stooges:
“Die Kultband aus Detroit spielt anarchischen, dreckigen und bluesigen Rock. Dieser aggressive Minimalsound wird durch einen auf der Bühne herumwirbelnden Sänger, namens Iggy Pop, optisch unterstützt“.
Einmal ist er bei einem Konzert in den Orchestergraben gesprungen, landete dabei auf hartem Beton, verrenkte sich die Schulter und verletzte sich am Kopf. Das alles machte großen Eindruck auf die späteren Punkrocker. Es ist ihm gelungen, seine massive Alkohol- und Drogenabhängigkeit in den Griff zu bekommen. Mit Hilfe namhafter Produzenten und Musiker, wie John Cale (Velvet Underground) und David Bowie, hat er seine Solokarriere kontinuierlich ausgebaut. Sein erfolgreichster Song, The Passenger, wurde von vielen Bands gecovert. Die erfolgreichste Version gelang Siouxsie and the Banshees.
Sein Song Lust For Life, wurde zum Titelsong für den Kultfilm Trainspotting. Neben seiner Musik, sieht man Iggy Pop immer öfter auch als Schauspieler, in diversen Filmen. Das er Golf spielt, empfinden einige in der Punk-Szene als unpassend. Obwohl es auch viele andere bekannte Rock-Musiker gibt, die den Golfschläger schwingen, wie zum Beispiel: Alice Cooper, Neil Young, Bob Dylan, Steve Tyler (Aerosmith), Lars Ulrich (Metallica), Eddie Van Halen und viele mehr.

Veröffentlicht unter Musik | 1 Kommentar

Der Star Club wird 50

Heute, vor 50 Jahren, am Freitag den 13. April, eröffnete der Star Club in Hamburg-        St. Pauli seine Pforten. “Die Not hat ein Ende!”, stand auf den Werbeplakaten. Der Star Club sollte bald zum Synonym für angesagte Beatmusik werden. Hier starteten nicht nur die Beatles ihre Weltkarriere, hier spielte Anfang der 60iger Jahre alles was Rang und Namen in der Musikszene hatte. Die erste deutsche Band, die dort spielen durfte, waren die Rattles.
Am 31. Dezember 1969 wurde er geschlossen. Leider erinnert heute nur noch eine Gedenktafel an den Ort, an dem sich einst der Star Club befand.
Als Video eine Foto-Slideshow, untermalt mit dem Song: Das War Der Star-Club,
von Rudolf Rock. :-)

Veröffentlicht unter Musik | 1 Kommentar